Zwei Glasscheiben in den Abmessungen 110cm Höhe und 50cm Breite stehen in einem Abstand von 12 cm zueinander parallel. Auf der hinteren Scheibe ist mit verschiedenen Blautönen eine wolkige Struktur mit transparentem Glasemail auf weiß marmoriertes Hüttenglas aufgebracht. Es wird ein Bezug hergestellt zu einem Gedicht von Monika Stamm, dessen letzter Satz auf der vorderen Seite zu lesen ist:
...jetzt lieg’ ich da auf Wolken...
Die Wolken, die Luft, die ihr oft fehlte, das Leichte, das sie sich erträumte; Das Grabmal soll diesen Traum wiedergeben, den Wunsch nach der Leichtigkeit.
Die Transparenz des Glases, das Immaterielle, die Luftigkeit, den Trost, den diese „letzten Zeilen“ von ihr den Hinterbliebenen geben.
Im Rahmen von Kronach leuchtet zeigt Johannes Schreiber Lichtfänger in der Lukas-Cranach-Strasse 15, im ehemaligen Schlecker-Kaufhaus in der oberen Stadt:
Ich arbeite seit ewigen Zeiten mit dem Werkstoff Glas und langsam begreife ich, was es mit dem Licht, seiner Farbtemperatur, seiner Wirkung auf Räume auf sich hat. Wenn ich mit Glas male, versuche ich das Licht mitzudenken. Manchmal gelingt es. Ich erfinde nicht alles neu, ich baue auf. Ich befinde mich in dauernder Auseinandersetzung mit dem Glas und dem Licht. Manchmal geht diese Entwicklung in Riesenschritten, manchmal zögerlich tastend.
Glas ist ein vielfältiges Material, eigentlich gar nicht stofflich, weil ich das gefärbte Licht sehe in seinen Wirkungen. Lasse ich ein gefärbtes Glas transparent, kommt das Außen, ein Blau des Himmels, ein Baumriss mit in den Raum, mache ich die Farbe dicht, indem ich Flächen mattiere, bricht sich das Sonnenlicht in dieser matten Schicht und bringt sie zum Leuchten.
Ich wähle für die Umsetzung die Technik des Airbrushens, wörtlich übersetzt Luftpinsel, mir gefällt in diesem Zusammenhang der Begriff Luftmalerei.
Ich modelliere mit der Luftmalerei das Licht. Ich verdunkle, ich bringe zum Leuchten. Auch die Technik der Sandstrahlung, bei der mit einem feinen Sand die Scheibe blickdicht, oder nur fein behaucht, mattiert wird, arbeitet mit Luft. Diese beiden Techniken ergänzen sich so und greifen, wie dafür geschaffen, auf die transparente Scheibe und gestalten das durchfallende Licht. Ich modelliere feine Übergänge von fast nicht wahrnehmbaren Gelb zu massiven Bernsteingelb. Ich wische blasse Farbe wieder vom Glas, verteile Pigmente mit dem Pinsel, überneble mit einer dunkleren Farbe, um die zarten Farbflächen zu beleben, ihnen Dynamik zu geben.
Auf der anderen Seite der Scheibe mattiere ich Bereiche. Diese Stellen trüben das Glas, modellieren Übergänge, beleben Farbflächen. Dort wo der Sand auf farblose Bereiche trifft, wirkt er in der Durchsicht weiß bis gräulich. Dort wo er gefärbte Bereiche bedeckt, verändert er den Farbeindruck, da er das Tages- und Sonnenlicht bricht. Die Sonne projiziert das durch das Email gefärbte Licht auf die Mattscheibe der gesandstrahlten Fläche.
Die handwerkliche und künstlerische Umsetzung ist bei dieser Vorgehensweise kaum zu trennen. Das fertige Bild ist im Kopf, in der Vorstellung, ein Ideal, der Prozess des Luftmalens ist eine Annäherung daran. Es kann bei diesem Vorgehen fast nicht nachgearbeitet werden. Das birgt ein Risiko in sich, aber auch eine Chance, dass es gelingt, die Frische und Spontaneität der Idee zu erhalten, die das Glasbild erst „lebendig“ macht.
2. Platz der Tiffany-Glas-Kunst-Competition
Glasinstallation
Johannes Schreiber 2010
Eine NASA-Meldung von 2002 brachte als Ergebnis einer Untersuchung über das Alter der Galaxien anhand ihrer Farbe eine Randnotiz: Während junge Sterne eine bläuliche Ausprägung in ihrem Emissionsspektrum haben, nehmen die Rotanteile während der Entwicklung der Sterne zu roten Riesen immer mehr zu. Man kann durch die Messung der Lichttemperatur das Alter einer Galaxie bestimmen. Errechnet man den Durchschnittswert des Lichtes ergibt sich ein blasses Beige.
Ausstellung des Berufsverbands der Bildenden Künstler Oberfranken im Kulmbacher Kunstverein vom 13.Mai bis zum 13.Juni 2010 in den Ausstellungsräumen des Bayerischen Bäckerei- und Brauereimuseums
Hofer Straße 20, 95326 Kulmbach
in der ehemaligen Gaststätte "Hartmann am Wall" findet am 8. Mai die Performance "Lob der Faulheit" statt.
Öffnungszeiten von 12:00Uhr bis 20:00Uhr.
nähere Infos im Folder unter Punkt 29

Einladung zur Höhlerbiennale vom 24.6. bis 31.10.2009
Montag, dem 3. August bis zum Freitag, dem 7. August
täglich, von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
im idyllischen Dobersgrund in Kronach
Kosten je Teilnehmer 180,00 €
Unterkunft und Verpflegung sind nicht im Preis enthalten.
Nähere Informationen bei Anmeldung
Anmeldung telefonisch oder per Mail:
Johannes Schreiber
Untere Sandstrasse 12
96049 Bamberg
Telefon: 0951 202635
Das Mosaik – es entsteht Steinchen für Steinchen.
Es braucht Geduld, Gelassenheit und Phantasie,
man zerteilt und fügt neu zusammen, verteilt verschiedenartigste „Bausteinchen“ spielerisch
auf einem Untergrund und lässt leuchtende Bilder und farbige Reliefs entstehen.
Wir setzen uns mit Oberflächen, mit Kontrast, Brillanz, Rhythmus und Linie auseinander und erfahren einiges über die lange Geschichte dieser alten Technik.
Wir lernen in diesen Tagen einfachste und luxuriöse Materialien (Porzellanscherben, Keramik, Stein, Glasplatten, Smalten) zu zerteilen und in eine neue Ordnung zu bringen.
Wir brauchen:
Arbeitskleidung, Schutzbrillen, Zeichenmaterial für Entwürfe.
Glasmosaik, Keramik und Verbrauchsmaterialien
werden gestellt und gesondert verrechnet.
_ Kunstausstellung im Bistumshaus St. Otto
7. Dezember 2008 bis 1. Februar 2009
Johannes Schreiber
Glasmalerei - Malerei mit Glas
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr
an den Wochenenden nach Vereinbarung
Bistumshaus St. Otto
Heinrichsdamm 32
96047 Bamberg
Tel.: 0951/8681-0
Gesprächsrunde:
Am 5. Oktober 2008 um 11:00 Uhr
findet in der Elisabethkirche im Sand im Rahmen der Kunstausstellung "Cascade und Lichtfänger" mit Glasarbeiten von Johannes Schreiber eine Gesprächsrunde statt.
Heilige Frauen, Vorbilder und Orientierung in unserer Zeit?
Veranstalter sind der Pfarrer Hans Lyer und der Künstler Johannes Schreiber, moderiert wird die Gesprächsrunde von der Schauspielerin Laurin Singer.

Am 7. November um 19:00 Uhr
wird die Gesprächsreihe fortgesetzt.
Es findet ein Gespräch über zeitgenössische Kunst im sakralen Raum statt.
Kann Sie bewegen, provozieren, Sehgewohnheiten aufbrechen?
Theologen und Künstler kommen ins Gespräch.
_ 16. Oktober 2008 um 20:00 Uhr
Lange Filmnacht Alfonso Bedoya in Kooperation mit dem Lichtspielkino, im Roten Salon des Lichtspielkinos, Untere Königsstr. 34
Ein Andachtsraum, ein Archiv, gewidmet einem mexikanischen
Schauspieler aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, den heute, selbst in Mexiko kaum einer kennt, obwohl er in über 80 Filmen mitwirkte.
Das ist das Projekt, der Ausstellungsbeitrag des Künstlers Johannes Schreiber zur diesjährigen Ausstellung des Berufsverbandes der Bildenden Künstler in der Stadtgalerie Villa Dessauer.
In Kooperation mit dem Lichtspielkino Bamberg wird am 16. Oktober um 20:00 Uhr der Film "Der Schatz der Sierra Madre" aus dem Jahre 1947 im roten Salon des Lichtspielkinos gezeigt.
Die Aufführung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Drei Abenteurer treffen sich in dem mexikanischen Nest Tampico, um gemeinsam auf Goldsuche zu gehen. In den Bergen der Sierra Madre finden die drei tatsächlich den gelben Schatz - aber er wird ihnen kein Glück bringen. Das Gold verändert sie. Vor allem Dobbs (Humphrey Bogart) sät Misstrauen unter den Männern und verdächtigt die anderen zwei, ihn hereinzulegen zu wollen. Am Ende ist Dobbs tot und der Schatz vom Winde verweht.
Alfonso Bedoya spielt in dem Film die Rolle des Banditen, der Dobbs erschlägt. Der Film erhielt insgesamt drei Oskars, John Huston für die beste Regie und für das beste Drehbuch und sein Vater Walter Huston für die beste Nebenrolle.
USA 1947; Regie: John Huston; nach dem gleichnamigen Roman von B. Traven; Darsteller: Humphrey Bogart, Walter Huston, Tim Holt, Bruce Bennett, Alfonso Bedoya; SW,OmU; 121 Min;
Memorial de Alfonso Bedoya
Erinnerungsarbeit, ein Exkurs über das Streben nach Unsterblichkeit.

Cascade und Lichtfänger
_ 9. Mai bis 9. November 2008
St. Elisabeth im Sand
Obere Sandstrasse, 96049 Bamberg
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> Fernsehbeitrag
Parallelaktion
_ 14. April bis 16. Mai 2008
"Lob der Faulheit" Kisseninstallation
Finanzamt Bayreuth,
Maximilianstrasse 12/14, Bayreuth
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